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Warum Ihr Hubgetriebe überhitzt und wie Sie das verhindern
Wartung
1. Überhitzung von Hubgetrieben: Ursachen erkennen und vermeiden
Bei elektromechanischen Hubsystemen kann es trotz präziser Fertigung und sorgfältiger Auslegung im Betrieb zu thermischen Problemen kommen. Ein besonders kritischer Fall ist die Überhitzung des Getriebes. Sie beeinträchtigt nicht nur die Lebensdauer, sondern kann zu einem Totalausfall führen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Ursachen typischerweise dahinterstecken und wie Sie die Überhitzung wirksam vermeiden können.
2. Woran erkennt man eine Überhitzung?
Ein Hubantrieb sollte eine Oberflächentemperatur von 80 °C nicht überschreiten. Diese Temperatur kann sich zwar heiß anfühlen, stellt aber nicht automatisch eine Überhitzung dar.
Alle Spindelhubgetriebe sind mit einem Temperaturmesspunkt ausgestattet, der bei Überhitzung irreversibel die Farbe verändert. Diese Verfärbung ist ein klarer Hinweis, dass der thermische Grenzwert überschritten wurde.
3. Ursachen für eine Überhitzung
3.1 Überschreitung der Einschaltdauer
Wird ein Hubelement über die zulässige Einschaltdauer betrieben, fehlt die notwendige Abkühlphase. Die Wärme staut sich auf – insbesondere bei langsamer Abgabe an die Umgebung. Durch dieses „Wärmekriechen“ entsteht ein Hitzestau, der sich bei Dauerbetrieb schnell aufbaut.
3.2 Überlastung
Eine höhere Last als vorgesehen führt zu mehr Reibung und thermischer Belastung. Auch mechanische Schwergängigkeit, etwa durch Verspannung oder Fehlausrichtung, kann das Getriebe thermisch überfordern.
3.3 Mangelhafte Schmierung
Unzureichende Schmierung verschlechtert das Gleitverhalten deutlich. Dadurch entsteht mehr Reibung und Hitze. Zusätzlich treten häufig Quietschgeräusche und ein erhöhter Motorstrom auf – beides deutliche Warnzeichen.
4. Maßnahmen gegen Überhitzung
4.1 Taktzeiten überprüfen und ggf. Effizienz erhöhen
Planen Sie mehr Stillstandszeiten ein, um das System abkühlen zu lassen. Wenn das betrieblich nicht möglich ist, kann der Wechsel auf effizientere Komponenten helfen: Ein Umstieg von einer Trapezgewindespindel auf eine Kugelgewindespindel kann die Wirkungsgrade um über 25% verbessern und damit die Abwärme deutlich senken.
4.2 Belastung und Einbau prüfen
Kontrollieren Sie, ob die mechanischen Einbautoleranzen eingehalten wurden. Schon geringe Verspannungen erhöhen die Last auf das System erheblich – oft unbemerkt.
4.3 Schmierzustand regelmäßig kontrollieren
Eine einfache Nachschmierung kann thermische Probleme sofort beheben. Achten Sie auf ungewöhnliche Geräusche und prüfen Sie regelmäßig den Zustand der Schmierstellen – auch bei laufendem Betrieb.
5. Fazit: Wärmestau vermeiden – Lebensdauer sichern
Eine Überhitzung ist oft das Ergebnis von mehreren kleinen Unregelmäßigkeiten – zu hohe Last, zu wenig Pause, zu wenig Schmierung. Wird die Temperaturgrenze von 80°C dauerhaft überschritten, leidet nicht nur die Leistung, sondern auch die Lebensdauer des Antriebs. Wer auf geeignete Schmierung, richtige Taktzeiten und saubere Montage achtet, vermeidet den Wärmestau – und schützt sein Getriebe langfristig vor Schäden.
Wir stehen jederzeit zur Verfügung, sollten die beschriebenen Maßnahmen keinen Erfolg zeigen.
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Philipp Schmalzhaf, Vertriebsleiter
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