Sicherheitsaspekte & Systemschutz
Kunden stehen oft vor Herausforderungen, wenn es um den sicheren Betrieb und zuverlässigen Schutz ihrer elektromechanischen Antriebe geht. Unzureichender Systemschutz oder falsche Planung können zu unerwarteten Ausfällen, Schäden oder Sicherheitsrisiken führen. Eine fundierte Information ist daher entscheidend.
Hier erfahren Sie, wie Sie ihr Hubsystem absichern und langfristig gut erhalten.
Wie Sie diese Probleme lösen – mit praxisnahen Artikeln
Warum Sicherheit bei elektromechanischen Antrieben wichtig ist
Elektromechanische Antriebe wie Hubgetriebe oder Schubketten müssen nicht nur kraftvoll, sondern vor allem sicher sein. Funktionen wie Verdrehsicherung, Selbsthemmung und Bremsen verhindern ungewollte Bewegungen und schützen Menschen und Maschinen.
Schutz vor Umwelteinflüssen
Systemschutz schützt die Antriebskomponenten vor Korrosion, Verschleiß und anderen Umwelteinflüssen. Besonders in anspruchsvollen Umgebungen verlängert das die Lebensdauer und sorgt für zuverlässigen Betrieb.
Antriebe sicher betreiben
Genau darum geht es in diesem Themenbereich. Erfahren Sie, welche Sicherheitsmaßnahmen wirklich notwendig sind, wie Sie Ihre Antriebe effektiv vor Schäden schützen und welche Lösungen helfen, Risiken zu minimieren – damit Ihre Anlagen sicher, zuverlässig und langlebig bleiben.
Los geht's:
Steuerung & Positionierung
Häufig gestellte Fragen
Die Nennbelastungsangabe des Herstellers sollte nicht überschritten werden. Dennoch bieten Hubgetriebe Sicherheitsfaktoren von 1,5 bis 2,5 auf die Nennbelastung.
Beim Transport von Menschen greift DIN EN ISO 17206. Die Norm für Veranstaltungstechnik definiert die benötigten Sicherheiten, Sicherheitseinrichtungen und systemrelevante Abschaltungen.
Die SFM läuft im Standardfall lastfrei mit der Tragmutter mit. Bricht die tragende Mutter, fängt die SFM die Last auf. Es kann dann noch ein Hub zur Stilllegung der Anlage durchgeführt werden. Die SFM wird außerdem auch als Referenzmutter zur Verschleißmessung genutzt.
Unter Selbsthemmung versteht man ein "Nicht-Losrutschen" von Spindel-Mutter-Systemen ohne äußerliche Krafteinwirkung. Den Grad der Selbsthemmung beeinflusst die Werkstoffpaarung, der Steigungswinkel und die Schmierung
Beide Begriffe beschreiben die Fähigkeit einer Spindel bei Stillstand nicht von allein „loszurutschen“
Von statischer Selbsthemmung spricht man bei einem Steigungswinkel am Gewinde von 2,4°-4,5°. Im Stillstand rutscht die Spindel nicht von alleine los, aber aus der Bewegung kann es sein, dass die Spindel nicht von allein anhält
Von dynamischer Selbsthemmung spricht man, wenn zusätzlich aus der Dynamik ein Bremsvorgang entsteht. Steigungswinkel ist dann kleiner als 2,4°
Selbsthemmung: Statisch vs. Dynamisch | GROB Antriebstechnik chevron_rightSie verhindert eine Drehbewegung der Spindel. Würde eine translatorische Spindel eine Drehbewegung durchführen, wäre keine lineare Bewegung mehr möglich.
Kundenseitig: der Kunde führt die Last, damit kann sie sich nicht mehr verdrehen. Wird die Spindel dann an der Last befestigt, kann auch die sich nicht mehr verdrehen
Getriebeseitig (Produkt hat selbst Verdrehsicherung): wir verwenden entweder eine Nut komplett durch die Spindel und als Gegenstück eine Passfeder, oder alternativ kann hinten auf der Spindel auch ein 4kant-Block geschraubt werden und das Schutzrohr wird als 4kant-Rohr ausgeführt
Die Verwechslung kommt manchmal nur zustande, weil in beiden Fällen ein zusätzliches Element hinten auf der Spindel sitzt.
- Die Ausdrehsicherung ist lediglich ein Ring auf dem Gewinde, der ein Herausfallen der Spindel verhindert
- Die Verdrehsicherung verhindert zusätzlich das Verdrehen der Spindel
Eine Verdrehsicherung ist immer notwendig. Durch die Gleitreibung im Gewinde würde die aufgelegte Last einfach mitdrehen und es findet keine Relativbewegung (lineare Bewegung) statt
Je höher die Axialkraft auf das Gewinde, desto höher auch die Reibkraft, da Fr=FN*µ
Was ist eine Verdrehsicherung? Einfach erklärt - GROB GmbH chevron_rightJe dicker die Spindel, desto aufwändiger die Verdrehsicherung über Nut und Passfeder. Faustformel: bis 40er Spindel macht eine Verdrehsicherung per Nut und Passfeder Sinn, ab 55er Spindel besser auf Verdrehsicherung mit Vierkantrohr und Vierkantblock setzen.
Was ist eine Verdrehsicherung? Einfach erklärt - GROB GmbH chevron_rightSelbsthemmung wird ab einem Steigungswinkel von unter 4,5° erreicht.
In Anwendungen mit hoher Sicherheitsvorgabe sind unter Umständen zwei unabhängig voneinander wirkende Haltemechanismen vorgeschrieben. Das kann dynamische Selbsthemmung + Motorbremse oder eben eine unabhängig voneinander schaltbare Doppelbremse am Drehstrommotor sein
Ja. Übliche Spannungsarten sind 24 VDC / 230 VAC / 400 VAC. Weitere Spannungen im Gleich- und Wechselstrombereich sind auf Anfrage verfügbar.
Das Sicherheitsmaß kann vergrößert, aber auch reduziert werden. Bei einer Reduktion ist bei dem Betrieb der Anlage darauf zu achten, dass eine Blockfahrt in jedem Fall ausgeschlossen ist.
Ja, die Umgebungstemperatur beeinflusst die Einschaltdauer. Eine höhere Umgebungstemperatur bedingt eine längere Abkühlzeit.
Nein, Sie sollten eine Bremse am Motor vorsehen.