Spindelhubgetriebe: Die Alleskönner in der linearen Antriebstechnik
Spindelhubgetriebe sind einfachere und kostengünstigere Antriebslösungen gegenüber hydraulischen und pneumatischen Systemen. Mit ihnen kann eine definierte Last mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit auf eine exakte Position bewegt werden. In einem Spindelhubgetriebe wird eine rotierende in eine axiale Hubbewegung verwandelt.
Wichtig zu wissen: Alle Spindelhubgetriebe lassen sich durch Verbindungswellen und Kegelradgetrieben kostengünstig zu einem Hubsystem verbinden.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie
- Spindelhubgetriebe eingesetzt werden, um eine Last linear von A nach B zu transportieren.
- Warum unsere Hubgetriebe wiederholt bei Anwendungen in der Luftfahrttechnik zum Einsatz kommen.
- Welche Lasten unsere Hubgetriebe bewegen können.
Bei tonnenschweren Flugzeugen kommt es auf jedes Gramm an
Im Flugzeugbau ist seit Jahrzehnten Leichtbau angesagt, denn jedes Gramm an Gewicht führt zu einem höheren Spritverbrauch. Deshalb werden viele Teile der Struktur und der Flügel aus Carbonfaser-Verbundwerkstoffen (CFK) hergestellt. Ihre Stärke liegt in enormer Stabilität und Langlebigkeit bei geringem Gewicht. Bei den neuesten Flugzeugtypen wie dem Dreamliner und dem A350 liegen die CKF-Anteile bei 50 Prozent und mehr. Die Flugzeugflügel werden auf großen Umformanlagen hergestellt.
Umformanlage
Anspruchsvolle Aufgabenstellung höchst elegant gelöst - mit einem Spindelhubgetriebe
Als die AIC Group einen Auftrag zur Herstellung einer großen Umformanlage für ein großes, russisches Luft- und Raumfahrtunternehmen in Russland erhielt, wandte sie sich an unsere Vertretung Drive Lines in Großbritannien, um sich für das optimale Antriebssystem beraten zu lassen.
Die beiden Unternehmen hatten bereits zuvor an ähnlichen Projekten zusammengearbeitet und verfügen daher über beträchtliches Expertenwissen in dieser Laminier-Technologie. Umformanlagen sind in der Luft- und Raumfahrtindustrie beliebt, da sie zur Herstellung stabiler, aber leichter Teile für Flugzeuge verwendet werden können. In diesem Fall wird die Anlage zur Herstellung von Flügelholmen verwendet werden.
AIC ist seit der Gründung im Jahr 1990 ein führendes Unternehmen in diesem Bereich. Es hat viele fortschrittliche Funktionen in die bisherigen Anlagen integriert, darunter Heizbetten in Zonen, präzise Bettpositionierung, Werkzeugvorwärmung, ausgeklügelte Vakuumsteuerung und Doppelmembrantechnologie.
Drive Lines ist fünf Jahre älter als AIC und einer der führenden Anbieter von mechanischen Kraftübertragungskomponenten und -systemen in Großbritannien. Aufgrund seiner weitreichenden Erfahrung bringt es beträchtliches Fachwissen in jedes neue Projekt ein.
Die beschriebene Anlage ist mit 11 x 2 m relativ groß und wie jede AIC-Maschine ein maßgeschneiderter Entwurf. Es können Laminate mit einer Dicke von über 20 mm präzise geformt werden.
Im Wesentlichen besteht es aus einem Vakuumbett, das das Umformwerkzeug enthält. Darüber befindet sich eine "Hot Box“, die das Werkzeug aufheizt. Es gibt auch eine Lampenbank, mit der die Verbundmaterialien erhitzt werden, damit sie sich an das Werkzeug anschmiegen. Die "Hot Box" und die Lampenbank sind in einem Hubrahmen montiert, der durch einen von Drive Lines spezifizierten Antriebsmechanismus angehoben werden kann, um einen freien Zugang zum Vakuumbett zu ermöglichen.
Eine enorme Last von über 20 Tonnen muss bewegt werden - mittels einem Spindelhubgetriebe
Die Lampenbank wiegt 12 Tonnen und die "Hot Box" ist mit 8,5 Tonnen nur wenig leichter. Rund 20 Tonnen Gewicht müssen also, um ganze 1250 mm, gehoben werden. Das Ganze in nur 75 Sekunden, also eine Geschwindigkeit von mehr als 1 Minute/Meter.
Matt Jones, der an dem Projekt für Drive Lines arbeitete, sagt: