Elektromechanische Antriebe für hohe Lasten
Für lineare Bewegungen mit hohen Lasten stehen verschiedene elektromechanische Antriebe zur Verfügung. Erfahren Sie hier, welcher Antrieb zu welcher Anwendung passt.
Entscheidungsfragen für die passende Antriebslösung
Was muss ein elektromechanischer Antrieb für hohe Lasten leisten?
Ein elektromechanischer Antrieb muss hohe Kräfte zuverlässig übertragen und die lineare Bewegung kontrolliert ausführen. Wichtig ist die Kombination aus erforderlicher Last, Geschwindigkeit und Genauigkeit. Je nach Anwendung muss der Antrieb häufige Bewegungen bewältigen, lange Verfahrwege ermöglichen oder mehrere Bewegungsabläufe aufeinander abstimmen. Auch die Betriebsbedingungen und die Integration in die Maschine müssen zur jeweiligen Anwendung passen.
Drei unterschiedliche Lastsituationen – drei passende Antriebe
Situation 1: Wenn besonders hohe Lasten sicher bewegt werden müssen
Klassische Hubgetriebe bewegen selbst extreme Lasten von bis zu 2.000 kN. Die Trapezgewindespindel sorgt für Selbsthemmung und erhöht damit die Sicherheit. Gegenüber hydraulischen Antrieben lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 70% reduzieren.
Situation 2: Wenn hohe Lasten effizient bewegt werden müssen
Hochleistungshubgetriebe kombinieren Traglasten bis 350 kN mit Eingangsdrehzahlen von bis zu 3.000 min⁻¹. Ihr Gesamtwirkungsgrad von über 70% ermöglicht eine effiziente Kraftübertragung. Kühlrippen verbessern die Wärmeableitung und verkürzen die Abkühlzeit.
Situation 3: Wenn hohe Präzision bei extremen Lasten gefragt ist
Schwerlast-Kugelgewindetriebe ermöglichen präzise lineare Bewegungen auch bei extrem hohen Belastungen. Mit einer maximalen statischen Traglast von 7.800 kN eignen sie sich für anspruchsvolle Anwendungen. Zudem überzeugen sie durch eine geringe Geräuschentwicklung und einen DN-Grenzwert von 150.000.
Welcher Antrieb passt zu Ihrer Lastsituation?
Passender Antrieb
Ihre Herausforderung
Höchste Sicherheitsnormen einhalten
Antrieb höchst effizient bewegen
Hochpräzise und schnelle Linearbewegung
Passender Antrieb
Die wichtigsten Merkmale elektromechanischer Antriebe für hohe Lasten
Häufige Fragen zu hohen Traglasten
Mögliche Anzeichen sind Überlastabschaltungen, ungewöhnliche Erwärmung, stockende Bewegungen oder eine unzureichende Hubgeschwindigkeit. Ob der Antrieb tatsächlich unterdimensioniert ist, muss anhand der Belastung, der Betriebsbedingungen und der technischen Daten geprüft werden.
Nein. Bei Hubbewegungen sind neben der Gewichtskraft, auch Beschleunigung, Hublänge, Einbauraum und Einschaltdauer zu berücksichtigen.
Die statische Belastung beschreibt die wirkende Last im Stillstand. Bei Bewegung (dynamisch) kommen je nach Anwendung zusätzliche Kräfte hinzu, beispielsweise durch Beschleunigung und Verzögerung. Deshalb müssen die zulässigen statischen und dynamischen Belastungen getrennt geprüft werden.
Nicht unbedingt. Auch Getriebe, Spindel, Mutter, Lager und Befestigungen müssen die auftretenden Kräfte aufnehmen können. Ein größerer Motor allein kann mechanische Grenzen nicht beheben und bei ungeeigneter Auslegung sogar andere Komponenten überlasten.
Das hängt unter anderem von der erforderlichen Kraft, dem Hub, der Geschwindigkeit, dem Bauraum und dem Bewegungsprofil ab. Für hohe Lasten kommen beispielsweise robuste Hubgetriebe oder andere entsprechend dimensionierte elektromechanische Antriebslösungen infrage.
Die passenden Antriebe im Überblick
Hubgetriebe Klassisch
Geeignet für besonders hohe Lasten bis 2.000 kN, wenn hohe Sicherheitsvorschriften eingehalten werden müssen.
Hochleistungshubgetriebe (HMC)
Geeignet für dynamische Anwendungen mit häufigen Bewegungen und kurzen Abkühlzeiten, bei denen hohe Eingangsdrehzahlen gefragt sind.
Schwerlast-Kugelgewindetrieb
Geeignet für extrem hohe Lasten bis 7.800 kN, wenn zusätzlich eine hohe Positioniergenauigkeit und ein geräuscharmer Lauf gefragt sind.