Problem

Wenn schwere Lasten den Antrieb an seine Grenzen bringen

Schwere Maschinenkomponenten oder Hubplattformen zuverlässig zu bewegen, stellt hohe Anforderungen an die Antriebstechnik. Doch woran erkennen Sie, dass ein Antrieb für die erforderliche Last nicht ausreichend ausgelegt ist?

Typische Anzeichen

Woran Sie erkennen, dass Ihr Antrieb zu wenig Kraft aufbringt

Nachteil Kreuz rot

Leistungsgrenze

Der Motor benötigt viel Strom, wird ungewöhnlich warm oder schaltet wegen Überlast ab.

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Bewegungsprobleme

Der Hub erfolgt langsamer als geplant. Dabei stockt die Bewegung und der Antrieb startet unter Last nicht zuverlässig.

Nachteil Kreuz rot

Bauteilverschleiß

Spindeln, Getriebe, Lager oder Verbindungselemente zeigen erhöhten Verschleiß.

Ursache

Warum hohe Lasten besondere Anforderungen stellen

Beim Anheben einer Last muss der Antrieb die Gewichtskraft überwinden. Hinzu kommen Kräfte, die durch Beschleunigung, Reibung oder eine ungünstige Kraftübertragung entstehen. Bei horizontalen Bewegungen ist dagegen nicht das gesamte Gewicht unmittelbar als Hubkraft zu überwinden.

Wichtig ist zudem, welche Kräfte die einzelnen Bauteile aufnehmen müssen. Motor, Getriebe, Spindel, Mutter, Lager und Befestigung müssen zur jeweiligen Belastung passen. Nur ein ausreichend leistungsstarker Motor allein garantiert noch nicht, dass der gesamte Antrieb für die Anwendung geeignet ist.

Wenn die Belastung unterschätzt wird, erreicht der Antrieb seine Leistungsgrenze oder einzelne Komponenten werden überbeansprucht. Eine sorgfältige Auslegung berücksichtigt also nicht nur die maximale Last, sondern auch die tatsächlichen Betriebsbedingungen und erforderliche Sicherheitsreserven.

Blechrolle

Konsequenzen

Wie sich das Problem schrittweise verschärft

 

Die Belastungsreserve schrumpft

Der Antrieb arbeitet nahe an seinen zulässigen Grenzen. Veränderte Betriebsbedingungen werden zum Problem.

 

Betrieb und Zuverlässigkeit leiden

Je nach Ursache treten Erwärmung, Überlastabschaltungen, längere Bewegungszeiten oder erhöhter Verschleiß auf.

 

Wartungsaufwand und Ausfallrisiko steigen

Wenn die Ursachen nicht behoben werden, verschleißen Bauteile oder fallen aus. In ungünstigen Fällen wird die gesamte Anlage beeinträchtigt.

 

Nachbesserungen werden aufwendig

Muss die Konstruktion des Antriebs nachträglich angepasst werden, entstehen zusätzlicher Entwicklungsaufwand und Kosten.

Lösungsprinzip

Belastungsgrenzen frühzeitig berücksichtigen

Ob ein Antrieb hohe Lasten dauerhaft und zuverlässig bewegen kann, sollte idealerweise bereits bei der Konstruktion feststehen. Für die Konstruktion müssen dafür Lasten, Bewegungsabläufe und Betriebsbedingungen berücksichtigt werden. Erst wenn man alles berücksichtigt, vermeidet man eine unnötige Überdimensionierung oder umgekehrt ein Überlastungsrisiko. Gerade bei Hubanwendungen ist es wichtig, neben der reinen Tragfähigkeit auch die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen auf dem Schirm zu haben.

Hochgeschwindigkeitsanwendung

Häufige Fragen zu hohen Traglasten

Mögliche Anzeichen sind Überlastabschaltungen, ungewöhnliche Erwärmung, stockende Bewegungen oder eine unzureichende Hubgeschwindigkeit. Ob der Antrieb tatsächlich unterdimensioniert ist, muss anhand der Belastung, der Betriebsbedingungen und der technischen Daten geprüft werden.

Nein. Bei Hubbewegungen sind neben der Gewichtskraft, auch Beschleunigung, Hublänge, Einbauraum und Einschaltdauer zu berücksichtigen.

Die statische Belastung beschreibt die wirkende Last im Stillstand. Bei Bewegung (dynamisch) kommen je nach Anwendung zusätzliche Kräfte hinzu, beispielsweise durch Beschleunigung und Verzögerung. Deshalb müssen die zulässigen statischen und dynamischen Belastungen getrennt geprüft werden.

Nicht unbedingt. Auch Getriebe, Spindel, Mutter, Lager und Befestigungen müssen die auftretenden Kräfte aufnehmen können. Ein größerer Motor allein kann mechanische Grenzen nicht beheben und bei ungeeigneter Auslegung sogar andere Komponenten überlasten.

Das hängt unter anderem von der erforderlichen Kraft, dem Hub, der Geschwindigkeit, dem Bauraum und dem Bewegungsprofil ab. Für hohe Lasten kommen beispielsweise robuste Hubgetriebe oder andere entsprechend dimensionierte elektromechanische Antriebslösungen infrage.

Frage nicht dabei?