Branche

Antriebstechnik für den Bühnenbau

Lineare Antriebe für sichere Hub- und Höhenverstellungen in der Bühnentechnik

Wenn große Lasten sicher bewegt werden müssen

Bühnenanlagen bewegen große Lasten sicher und zuverlässig, oft über viele Zyklen hinweg. Dabei müssen Hubpodien, Tribünen und andere bewegliche Bühnenelemente sicher angehoben, abgesenkt und positioniert werden. Elektromechanische lineare Antriebe bieten dafür eine kompakte und sichere Alternative zu hydraulischen oder pneumatischen Lösungen. Entscheidend sind dabei vor allem Sicherheit und Synchronisation der gesamten Hubanlage.

Theaterbühne Ehingen

Rechtliche Anforderungen und Normen

Bei beweglichen Bühnenanlagen steht die Sicherheit von Personen und Technik im Mittelpunkt. Deshalb gelten für Konstruktion, Auslegung und Betrieb besondere Anforderungen. Eine zentrale Grundlage ist die DIN EN 17206 für Maschinen und Anlagen der Veranstaltungstechnik. Sie beschreibt u.a. Anforderungen an Konstruktion, sicherheitsrelevante Funktionen und den Betrieb von Bühnenmaschinen.

DIN EN 17206

Besondere Herausforderungen im Bühnenbau

Bühnenplattformen und Hubpodien bewegen Personen, Bühnentechnik und Ausstattung. Ein unkontrolliertes Absinken oder ein Ausfall des Antriebs muss deshalb zuverlässig verhindert werden. Die gesamte Antriebslösung muss Bewegung und Stillstand sicher beherrschen.

Hubpodien, Tribünen und andere Bühnenelemente können mehrere Tonnen wiegen. Gleichzeitig müssen der Einbauraum und der Hubweg berücksichtigt werden. Der Antrieb muss deshalb hohe Kräfte zuverlässig und dauerhaft übertragen können.

Große Bühnenplattformen werden über mehrere Antriebe gleichzeitig bewegt. Damit sich die Plattform gleichmäßig hebt und senkt, müssen alle Hubpunkte exakt zusammenarbeiten. Unterschiedliche Bewegungen führen zu Verkanten und einer ungleichmäßigen Belastung der Hebebühne.

Wie elektromechanische Antriebe diese Herausforderungen überwinden

Häkchen im Kreis

Sicherheitsfangmutter

Bei Spindelhubgetrieben überwacht die Sicherheitsfangmutter den Verschleiß der Tragmutter. Zudem kann die Last zusätzlich abgesichert werden.

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Selbsthemmung

Selbsthemmende Spindeln können die Last auch bei abgeschaltetem Motor in Position halten. Dadurch kann ein unbeabsichtigtes Absinken der Bühne verhindert werden.

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Leistungsstarke Hubantriebe

Elektromechanische Hubantriebe übertragen zuverlässig hohe Kräfte. Je nach Baugröße lassen sich über 200-Tonnen schwere Bühnenplattformen bewegen.

Häkchen im Kreis

Einfache Synchronisation

Mehrere Antriebe lassen sich ohne großen Aufwand über Kopplungen steuern. Das sorgt für eine leichte, gleichmäßige Bewegung der Plattform.

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Große Hubwege

Elektromechanische Hubantriebe eignen sich auch für große vertikale Hubbewegungen von über 10 Metern (geführte Variante bei der TowerChain).

Elektromechanik statt Hydraulik

Hydraulische Antriebe sind im Bühnenbau weit verbreitet. Elektromechanische Antriebe bieten jedoch eine Alternative, wenn ein sauberer, energieeffizienter und wartungsarmer Betrieb gefragt ist.

Hydraulik

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Öl kann austreten

Hydraulische Anlagen benötigen Öl für die Kraftübertragung. Undichte Leitungen oder Anschlüsse führen zu Ölaustritt und Verschmutzungen.

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Elektromechanik

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Ölfreie Antriebstechnik

Elektromechanische Antriebe arbeiten ohne Hydrauliköl. Dadurch entfällt das Risiko von Ölleckagen und die Anlage bleibt sauber.

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Hydraulik

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Hoher Energiebedarf

Hydraulische Systeme müssen Druck aufbauen und aufrechterhalten. Auch im Stillstand wird dadurch Energie benötigt.

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Elektromechanik

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Energie nur bei Hubbewegung

Elektromechanische Antriebe setzen elektrische Energie gezielt für die Bewegung ein. Der Motor muss im Stillstand nicht dauerhaft laufen.

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Hydraulik

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Aufwendige Systemtechnik

Hydraulische Anlagen benötigen Pumpen, Leitungen, Ventile und weitere Komponenten. Diese erhöhen die Komplexität des Systems und den Wartungsaufwand.

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Elektromechanik

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Kompakt und wartungsarm

Elektromechanische Antriebe benötigen keine Hydraulikschläuche, Ventile oder Pumpen. Weniger Komponenten vereinfachen hier den Aufbau erheblich.

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Bühnenbau

Worauf es bei der Auslegung von Bühnenanlagen ankommt

Bei Bühnenanlagen müssen Lasten, Bremsen, Verschleiß und das Zusammenspiel mehrerer Hubpunkte berücksichtigt werden. GROB bringt seine Erfahrung aus der Auslegung von Hubsystemen für den Bühnenbau ein und betrachtet dabei alle Sicherheitsnormen.

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2-fache dynamische Nennlast

Bei der Auslegung wird die 2-fache dynamische Nennbelastung berücksichtigt. Dadurch wird einerseits die reguläre Betriebslast betrachtet, andererseits auch eine definierte Sicherheitsreserve in die Dimensionierung der Komponenten einbezogen.

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1,5-fache statische Belastung

Auch im Stillstand müssen die sicherheitsrelevanten Komponenten ausreichend dimensioniert sein. Für die statische Belastung wird daher die 1,5-fache Last als Bemessungsgrundlage berücksichtigt.

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Zwei unabhängige Bremssysteme

Für sicherheitsrelevante Hubanlagen werden zwei unabhängig voneinander wirkende Bremssysteme vorgesehen. Jedes Bremssystem muss dabei in der Lage sein, die Prüflast selbstständig zum Stillstand zu bringen.

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Verschleiß sicher überwachen

Bei Spindelhubgetrieben wird der Verschleiß der Tragmutter berücksichtigt. Je nach Hub erfolgt die Überwachung optisch oder elektrisch über eine Sicherheitsfangmutter. Bei Hüben über 400 mm wird der Abstand zwischen Tragmutter und Sicherheitsfangmutter elektrisch überwacht.

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Sichere Drehmomentübertragung

Kupplungen müssen so ausgelegt sein, dass die Kraftübertragung auch bei einem Versagen des Funktionselements erhalten bleibt. Bei reibschlüssigen Kupplungen gelten zusätzliche Anforderungen.

Welche Antriebslösung passt zur Ihrer Bühnenanlage?

Antrieb für engen Bauraum 15

Klassische / Kubische Hubgetriebe

Für hohe Lasten und präzise Hubbewegungen:

  1. Tragkräfte: bis 2.000 kN
  2. Sicherheit: Sicherheitsfangmutter zur Verschleißüberwachung
  3. Selbsthemmung: mit Trapezgewindespindeln
  4. Hubanlagen: mehrere Hubgetriebe kombinierbar
  5. Bauformen: klassisch oder kubisch
Spindelhubgetriebe ansehen
Antrieb für engen Bauraum 18

TowerChain

Für lange vertikale Hubwege:

  1. Statische Last: bis 100 kN
  2. Hub ungeführt: bis 4 m
  3. Hub geführt: über 10 m
  4. Bauraum: besonders platzsparend
  5. Synchronisation: Mit Schubketten-Hubanlagen
TowerChain ansehen

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