Kugelgewindetriebe mit Rohrzirkulation – robust & flexibel
Für Anwendungen, die hohe Lasten mit großer Flexibilität verbinden. Unsere Kugelgewindetriebe mit Rohrzirkulation zeichnen sich durch einen externen Rückführkanal aus, der je nach Anforderung in Anzahl und Position variiert werden kann. Sie decken ein breites Spektrum von leichten bis zu schweren Lasten ab und sind die robuste Lösung für den universellen Einsatz.
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Genauigkeit C5 - C1
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DN-Grenzwert 100.000
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Universell einsetzbar
Wie funktioniert die Rohrzirkulation?
Kugelgewindetriebe mit Rohrzirkulation führen die Kugeln über ein oder mehrere externe Rohre zurück, die außen an der Mutter angebracht sind. Diese Bauweise erlaubt eine große Flexibilität bei der Auslegung von Nenndurchmesser, Steigung und der Anzahl der tragenden Kugelumläufe.
Die Anzahl der Rückführrohre kann an die Lastanforderung angepasst werden – von einfachen Positionieraufgaben bis zu hochbelasteten Vorschubachsen. Außerdem ermöglicht diese Bauweise den Einsatz von Großkugeln für höhere Tragzahlen.
Ihre Vorteile auf einen Blick
Typische Anwendungen
Die Vorschubachsen großer Fräsmaschinen müssen sowohl hohe Zerspanungskräfte als auch schnelle Eilgänge übertragen. Die Rohrzirkulation bietet hier dank ihrer robusten Rückführung eine hohe Zuverlässigkeit, auch bei Spänen und Kühlschmiermitteln.
Bei der Bewegung von Werkstücken mit mehreren hundert Kilogramm sind hohe Tragzahlen gefragt. Die Doppelmutter mit Rohrzirkulation (FDZG) bietet durch die externe Rückführung eine hohe Steifigkeit bei gleichzeitig guter Wartungszugänglichkeit.
In der Holzbearbeitung fallen große Späne an. Das externe Rückführrohr der Rohrzirkulation ist weniger anfällig für Verstopfungen durch Holzspäne als eingebaute Umlenkungen, was die Betriebssicherheit erhöht.
In Linearantrieben, die hohe Druckkräfte aufbauen müssen, kommen oft Großkugel-Versionen der Rohrzirkulation zum Einsatz. Sie bieten die nötige Tragreserve für Spitzenlasten und eine hohe Lebensdauer.
Für Positioniertische in der Schwermaschinen- und Walzwerkstechnik sind hohe Steifigkeit und präzise Führung erforderlich. Die Rohrzirkulation mit mehreren Rückführrohren (z. B. 2,5×3) ist hier die typische Wahl.
Typenübersicht
FEZG – Einzelflanschmutter mit Rohrzirkulation (außenliegendes Rohr)
Die FEZG-Baureihe ist die Einzelflanschmutter mit externem Rückführrohr. Sie eignet sich für mittlere bis hohe Lastanforderungen und ist in vielen Baugrößen verfügbar.
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
FDZG – Doppelflanschmutter mit Rohrzirkulation (außenliegendes Rohr)
Die FDZG-Baureihe ist die vorgespannte Doppelflanschmutter mit externem Rückführrohr. Sie ist die erste Wahl, wenn hohe Systemsteifigkeit und spielfreie Positionierung bei hohen Lasten gefordert sind.
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
FEVG – Einzelflanschmutter mit Rohrzirkulation (innenliegendes Rohr)
Die FEVG-Baureihe ist die Einzelflanschmutter mit innenliegendem Rückführrohr. Sie bietet eine kompaktere Bauform als die FEZG bei ähnlichen Lastkennwerten.
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
FDVG – Doppelflanschmutter mit Rohrzirkulation (innenliegendes Rohr)
Die FDVG-Baureihe ist die vorgespannte Doppelflanschmutter mit innenliegendem Rückführrohr. Sie kombiniert die Vorteile der Vorspannung (Null-Axialspiel) mit einer kompakteren Bauform.
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
Konstruktions- und Wartungsrichtlinien
Konstruktions- und Wartungsrichtlinien
Werkstoffe
Unsere Kugelgewindetriebe werden aus hochwertigen Einsatzwerkstoffen gefertigt. Die Spindeln bestehen aus Vergütungsstahl (nach DIN 17006: 50CrMo4 oder Cf53), die Muttern aus Wälzlagerstahl (GCr15, GCr15SiMn oder 20CrMo). Durch ein präzises Wärmebehandlungsverfahren wird eine gleichbleibend hohe Härte der Laufbahnen von 60 ± 2 HRC erreicht.
Für besondere Anforderungen, z.B. in der Lebensmittel- oder Medizintechnik, sind auf Anfrage auch rostfreie Edelstahl-Ausführungen realisierbar.
Einbau- und Konstruktionshinweise
Für eine optimale Funktion und lange Lebensdauer beachten Sie bitte folgende Punkte bei der Konstruktion und Montage:
- Spindelende: Konstruieren Sie das Spindelende so, dass mindestens ein Ende ein Vollgewinde aufweist. Der Außendurchmesser dieses Endes muss mindestens 0,2 mm kleiner sein als der Kerndurchmesser des Gewindes, um die Mutter montieren zu können.
- Ausrichtung: Die Spindelachse muss exakt parallel zu den Führungsschienen ausgerichtet sein.
- Lagerung: Bei der Montage sollte die Mutter möglichst nahe am Lager positioniert werden. Bei längerer Lagerung empfehlen wir, die Spindel vertikal aufzuhängen, um ein Durchbiegen durch das Eigengewicht zu verhindern.
- Umgebungstemperatur: Der zulässige Einsatzbereich liegt bei –20 °C bis +80 °C.
Schmierung
Die richtige Schmierung ist entscheidend für die Leistung und Lebensdauer Ihres Kugelgewindetriebs.
- Schmierstoffauswahl: Die Wahl zwischen Öl- und Fettschmierung erfolgt basierend auf Drehzahl, Umgebungstemperatur und Belastung. Bitte achten Sie darauf, unterschiedliche Schmierstoff-Typen (insbesondere Fette) nicht zu vermischen.
- Schmierstoffmenge bei Fett: Als Richtwert für die Fettbefüllung dient etwa ein Drittel des freien Hohlraums in der Mutter.
- Schmierstoffmenge bei Öl (Richtwerte): Die folgende Tabelle zeigt die empfohlenen Ölmengen in Abhängigkeit vom Spindeldurchmesser. Das Nachschmierintervall beträgt ca. 3 Minuten bei laufendem Betrieb.