Kugelgewindetriebe mit interner Umlenkung – kompakt & präzise
Wenn Bauraum begrenzt ist und höchste Präzision gefordert wird, sind unsere Kugelgewindetriebe mit interner Umlenkung die ideale Wahl. Durch die integrierte Rückführung der Kugeln direkt im Mutterkörper entfällt ein externes Umlenkrohr. Das Ergebnis ist eine besonders kompakte Bauform bei gleichzeitig hoher Laufruhe und Zuverlässigkeit.
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Genauigkeit C5 - C1
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DN-Grenzwert 70.000
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Kompakt - Keine externen Umlenkrohre
Was sind Kugelgewindetriebe mit interner Umlenkung?
Bei der internen Umlenkung wird jede Kugelbahn einzeln geführt. Die Kugeln verlassen nach dem Durchlaufen der tragenden Gewindegänge die Laufbahn über eine Lenkplatte, die in die Mutter eingelassen ist. Von dort werden sie über eine parabelförmige Umlenkkurve in die nächste tragende Nut zurückgeführt.
Diese patentierte fünfmalige Parabelgeometrie sorgt für einen besonders sanften Übergang. Die Kugeln werden ohne abrupte Richtungsänderungen umgelenkt, was die Laufruhe erhöht und die Geräuschentwicklung minimiert – selbst bei hohen Drehzahlen oder häufigen Pendelbewegungen.
Wie der DN-Grenzwert sich zusammensetzt, erfahren Sier hier.
Ihre Vorteile auf einen Blick
Typische Anwendungen
In Fräs-, Dreh- und Bearbeitungszentren kommen häufig Doppelmutter-Ausführungen (FDIG, DDIG) zum Einsatz. Die Vorspannung eliminiert das Axialspiel vollständig, was für hohe Positioniergenauigkeit und Wiederholpräzision bei wechselnden Lastrichtungen sorgt.
Hier ist Präzision eine Sicherheitsfrage. Ein Chirurgieroboter muss Instrumente auf wenige Mikrometer genau positionieren. Auch bei der Bestrahlung von Tumoren ist höchste Positioniergenauigkeit erforderlich.
Bei der Belichtung von Wafern sind höchste Positioniergenauigkeiten erforderlich, um Strukturen im Nanometerbereich zu erzeugen. Hier sind C1-Klassen und extrem gleichmäßige Bewegungen notwendig.
Hier wird die Präzision direkt gemessen. Schon kleinste Ungenauigkeiten im Antrieb verfälschen das Messergebnis. Die Wiederholgenauigkeit liegt typischerweise im µm- oder sub-µm-Bereich. Der Antrieb muss extrem reibungsarm und spielfrei sein.
Schleif- und Poliermaschinen für optische Komponenten benötigen Antriebe mit höchster Bahngenauigkeit, da bereits kleinste Fehler im µm-Bereich die optische Qualität beeinträchtigen.
Typenübersicht
FEIG – Einzelflanschmutter mit interner Umlenkung
Die FEIG-Baureihe ist die kompakteste Lösung für Anwendungen mit Flanschmontage. Sie eignet sich hervorragend für kleine bis mittlere Lasten bei begrenztem Bauraum.
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
FDIG – Doppelflanschmutter mit interner Umlenkung
Die FDIG-Baureihe verfügt über zwei getrennte Muttern, die über eine Vorspannung gegeneinander verspannt werden. Dadurch wird das Axialspiel vollständig eliminiert. Ideal für Anwendungen mit höchsten Präzisionsanforderungen und wechselnden Lastrichtungen.
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
DEIG – Zylindermutter mit interner Umlenkung
Die DEIG-Baureihe verzichtet auf einen Flansch und ist als zylindrische Mutter ausgeführt. Sie wird in ein Gehäuse oder eine Muttertrommel eingepresst oder mit Sicherungsringen fixiert. Diese Bauform spart axialen Bauraum und bietet maximale Flexibilität bei der Integration.
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
DDIG – Doppel-Zylindermutter mit interner Umlenkung
Die DDIG-Baureihe kombiniert die Vorteile der zylindrischen Bauform mit der Vorspannung einer Doppelmutter. Sie besteht aus zwei zylindrischen Muttern, die gegeneinander verspannt sind und über ein Zwischenstück oder eine Spannscheibe verfügen. Somit ermöglicht sie im Vergleich zur Zylindermutter eine reduzierte axiale Nachgiebigkeit sowie ein geringeres Spiel.
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
Nenn-Ø (mm)
Steigung (mm)
Dyn. Tragzahl (kN)
Stat. Tragzahl (kN)
Steifigkeit K (N/µm)
Konstruktions- und Wartungsrichtlinien
Konstruktions- und Wartungsrichtlinien
Werkstoffe
Unsere Kugelgewindetriebe werden aus hochwertigen Einsatzwerkstoffen gefertigt. Die Spindeln bestehen aus Vergütungsstahl (nach DIN 17006: 50CrMo4 oder Cf53), die Muttern aus Wälzlagerstahl (GCr15, GCr15SiMn oder 20CrMo). Durch ein präzises Wärmebehandlungsverfahren wird eine gleichbleibend hohe Härte der Laufbahnen von 60 ± 2 HRC erreicht.
Für besondere Anforderungen, z.B. in der Lebensmittel- oder Medizintechnik, sind auf Anfrage auch rostfreie Edelstahl-Ausführungen realisierbar.
Einbau- und Konstruktionshinweise
Für eine optimale Funktion und lange Lebensdauer beachten Sie bitte folgende Punkte bei der Konstruktion und Montage:
- Spindelende: Konstruieren Sie das Spindelende so, dass mindestens ein Ende ein Vollgewinde aufweist. Der Außendurchmesser dieses Endes muss mindestens 0,2 mm kleiner sein als der Kerndurchmesser des Gewindes, um die Mutter montieren zu können.
- Ausrichtung: Die Spindelachse muss exakt parallel zu den Führungsschienen ausgerichtet sein.
- Lagerung: Bei der Montage sollte die Mutter möglichst nahe am Lager positioniert werden. Bei längerer Lagerung empfehlen wir, die Spindel vertikal aufzuhängen, um ein Durchbiegen durch das Eigengewicht zu verhindern.
- Umgebungstemperatur: Der zulässige Einsatzbereich liegt bei –20 °C bis +80 °C.
Schmierung
Die richtige Schmierung ist entscheidend für die Leistung und Lebensdauer Ihres Kugelgewindetriebs.
- Schmierstoffauswahl: Die Wahl zwischen Öl- und Fettschmierung erfolgt basierend auf Drehzahl, Umgebungstemperatur und Belastung. Bitte achten Sie darauf, unterschiedliche Schmierstoff-Typen (insbesondere Fette) nicht zu vermischen.
- Schmierstoffmenge bei Fett: Als Richtwert für die Fettbefüllung dient etwa ein Drittel des freien Hohlraums in der Mutter.
- Schmierstoffmenge bei Öl (Richtwerte): Die folgende Tabelle zeigt die empfohlenen Ölmengen in Abhängigkeit vom Spindeldurchmesser. Das Nachschmierintervall beträgt ca. 3 Minuten bei laufendem Betrieb.