Bautypen: FEIR, FDIR

Angetriebene Flanschmutter für lange Spindeln

Bei sehr langen Spindeln stößt der konventionelle Antrieb über die Spindel an seine Grenzen. Die kritische Drehzahl wird zum limitierenden Faktor. Mit unserer rotierenden Mutter (FEIR und FDIR) dreht sich nicht die Spindel, sondern die Mutter. Das ermöglicht extrem hohe Vorschubgeschwindigkeiten auch bei sehr langen Spindeln und vereinfacht gleichzeitig die Konstruktion.

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    Genauigkeit C5 - C3
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    DN-Grenzwert 70.000
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    Einfache Installation
Angetriebene Flanschmutter

Wie funktioniert die rotierende Mutter?

Bei sehr langen Spindeln (z.B. über 5 m) wird die zulässige kritische Drehzahl zum Problem – die Spindel beginnt zu schwingen oder zu verwirbeln. Die angetriebene Flanschmutter löst dieses Problem: Die Spindel ist feststehend, während die Mutter über einen separaten Antrieb (Zahnriemen, Ritzel oder Direktantrieb) in Rotation versetzt wird. Die Mutter wandelt ihre eigene Rotation in eine Linearbewegung um und „fährt“ auf der feststehenden Spindel entlang.

Angetriebene Flanschmutter - Baugrößen

Ihre Vorteile auf einen Blick

Häkchen im Kreis

Flexibel

Mehrere Muttereinheiten können auf derselben Leitspindel installiert werden, die jeweils von verschiedenen Motoren angetrieben werden.

Häkchen im Kreis

Hochgeschwindigkeitsübertragung

Bei herkömmlichen Antrieben begrenzt die kritische Drehzahl der langen Spindel die Maximalgeschwindigkeit. Durch die Verwendung der Rotationsbewegung der Mutter kann eine Hochgeschwindigkeitsübertragung realisiert werden.

Häkchen im Kreis

Einfache Konstruktion

Da sich die Leitspindel nicht drehen und kein Stützlager eingesetzt werden muss, ist die Konstruktion des Wellenendes der Leitspindel relativ einfach.

Typische Anwendungen

Bei sehr langen Verfahrwegen (5–20 m) begrenzt die kritische Drehzahl der Spindel die Maximalgeschwindigkeit. Mit der rotierenden Mutter bleibt die Spindel feststehend – es gibt keine Drehzahlbegrenzung durch Spindelverwirlung. Dadurch sind hohe Eilganggeschwindigkeiten und kurze Taktzeiten möglich.

In automatisierten Fördersystemen müssen oft schwere Lasten über weite Strecken schnell positioniert werden. Die rotierende Mutter ermöglicht bei feststehender Spindel hohe Geschwindigkeiten ohne aufwändige Spindellagerung beider Enden.

Auf einer einzigen feststehenden Spindel können mehrere rotierende Muttern unabhängig voneinander positioniert werden, jede mit eigenem Antrieb. Ideal für Montagelinien mit mehreren Werkstückträgern oder für Systeme, die mehrere Greifer gleichzeitig bewegen.

In Laserschneidanlagen sind hohe Verfahrgeschwindigkeiten bei gleichzeitig hoher Präzision gefordert. Die rotierende Mutter reduziert das Massenträgheitsmoment und ermöglicht dynamische Bewegungen bei ruhigem Lauf.

In Verpackungslinien sind kurze Taktzeiten entscheidend. Die rotierende Mutter ermöglicht Lineargeschwindigkeiten bis 110 m/min bei reduziertem Geräuschpegel – ideal für laufzeitoptimierte Produktionsumgebungen.

Typenübersicht

FEIR – Einzelmutter, rotierend

Die FEIR-Baureihe ist die rotierende Einzelflanschmutter. Sie eignet sich für Anwendungen mit einer rotierenden Mutter und einer feststehenden Spindel. Die Mutter wird über einen externen Antrieb (z.B. Zahnriemen) in Rotation versetzt.

Nenn-Ø (mm)

Steigung (mm)

Dyn. Tragzahl (kN)

Stat. Tragzahl (kN)

16 - 50
5
7,90 - 59,75
11,44 - 180,75

Nenn-Ø (mm)

Steigung (mm)

Dyn. Tragzahl (kN)

Stat. Tragzahl (kN)

FEIR Zeichnung

FDIR – Doppelmutter, rotierend

Die FDIR-Baureihe ist die rotierende Doppelflanschmutter mit Vorspannung. Zwei Muttern sind gegeneinander verspannt, wodurch das Axialspiel vollständig eliminiert wird. Sie eignet sich für höchste Präzisionsanforderungen bei rotierender Mutter.

Nenn-Ø (mm)

Steigung (mm)

Dyn. Tragzahl (kN)

Stat. Tragzahl (kN)

32 - 125
10 - 20
18,15 - 244,48
35,44 - 671,06

Nenn-Ø (mm)

Steigung (mm)

Dyn. Tragzahl (kN)

Stat. Tragzahl (kN)

FDIR Zeichnung

Konstruktions- und Wartungsrichtlinien

texture

Werkstoffe

add remove

Unsere Kugelgewindetriebe werden aus hochwertigen Einsatzwerkstoffen gefertigt. Die Spindeln bestehen aus Vergütungsstahl (nach DIN 17006: 50CrMo4 oder Cf53), die Muttern aus Wälzlagerstahl (GCr15, GCr15SiMn oder 20CrMo). Durch ein präzises Wärmebehandlungsverfahren wird eine gleichbleibend hohe Härte der Laufbahnen von 60 ± 2 HRC erreicht.

Für besondere Anforderungen, z.B. in der Lebensmittel- oder Medizintechnik, sind auf Anfrage auch rostfreie Edelstahl-Ausführungen realisierbar.

Für eine optimale Funktion und lange Lebensdauer beachten Sie bitte folgende Punkte bei der Konstruktion und Montage:

  1. Spindelende: Konstruieren Sie das Spindelende so, dass mindestens ein Ende ein Vollgewinde aufweist. Der Außendurchmesser dieses Endes muss mindestens 0,2 mm kleiner sein als der Kerndurchmesser des Gewindes, um die Mutter montieren zu können.
  2. Ausrichtung: Die Spindelachse muss exakt parallel zu den Führungsschienen ausgerichtet sein.
  3. Lagerung: Bei der Montage sollte die Mutter möglichst nahe am Lager positioniert werden. Bei längerer Lagerung empfehlen wir, die Spindel vertikal aufzuhängen, um ein Durchbiegen durch das Eigengewicht zu verhindern.
  4. Umgebungstemperatur: Der zulässige Einsatzbereich liegt bei –20 °C bis +80 °C.

Die richtige Schmierung ist entscheidend für die Leistung und Lebensdauer Ihres Kugelgewindetriebs.

  1. Schmierstoffauswahl: Die Wahl zwischen Öl- und Fettschmierung erfolgt basierend auf Drehzahl, Umgebungstemperatur und Belastung. Bitte achten Sie darauf, unterschiedliche Schmierstoff-Typen (insbesondere Fette) nicht zu vermischen.
  2. Schmierstoffmenge bei Fett: Als Richtwert für die Fettbefüllung dient etwa ein Drittel des freien Hohlraums in der Mutter.
  3. Schmierstoffmenge bei Öl (Richtwerte): Die folgende Tabelle zeigt die empfohlenen Ölmengen in Abhängigkeit vom Spindeldurchmesser. Das Nachschmierintervall beträgt ca. 3 Minuten bei laufendem Betrieb.
Vergütungsstahl für KGTs
Gewindegang Spindel
Schmierung von Hochpräzisions-KGTs - Tabelle

Konstruktions- und Wartungsrichtlinien

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Werkstoffe

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Unsere Kugelgewindetriebe werden aus hochwertigen Einsatzwerkstoffen gefertigt. Die Spindeln bestehen aus Vergütungsstahl (nach DIN 17006: 50CrMo4 oder Cf53), die Muttern aus Wälzlagerstahl (GCr15, GCr15SiMn oder 20CrMo). Durch ein präzises Wärmebehandlungsverfahren wird eine gleichbleibend hohe Härte der Laufbahnen von 60 ± 2 HRC erreicht.

Für besondere Anforderungen, z.B. in der Lebensmittel- oder Medizintechnik, sind auf Anfrage auch rostfreie Edelstahl-Ausführungen realisierbar.

Vergütungsstahl für KGTs

Für eine optimale Funktion und lange Lebensdauer beachten Sie bitte folgende Punkte bei der Konstruktion und Montage:

  1. Spindelende: Konstruieren Sie das Spindelende so, dass mindestens ein Ende ein Vollgewinde aufweist. Der Außendurchmesser dieses Endes muss mindestens 0,2 mm kleiner sein als der Kerndurchmesser des Gewindes, um die Mutter montieren zu können.
  2. Ausrichtung: Die Spindelachse muss exakt parallel zu den Führungsschienen ausgerichtet sein.
  3. Lagerung: Bei der Montage sollte die Mutter möglichst nahe am Lager positioniert werden. Bei längerer Lagerung empfehlen wir, die Spindel vertikal aufzuhängen, um ein Durchbiegen durch das Eigengewicht zu verhindern.
  4. Umgebungstemperatur: Der zulässige Einsatzbereich liegt bei –20 °C bis +80 °C.
Gewindegang Spindel

Die richtige Schmierung ist entscheidend für die Leistung und Lebensdauer Ihres Kugelgewindetriebs.

  1. Schmierstoffauswahl: Die Wahl zwischen Öl- und Fettschmierung erfolgt basierend auf Drehzahl, Umgebungstemperatur und Belastung. Bitte achten Sie darauf, unterschiedliche Schmierstoff-Typen (insbesondere Fette) nicht zu vermischen.
  2. Schmierstoffmenge bei Fett: Als Richtwert für die Fettbefüllung dient etwa ein Drittel des freien Hohlraums in der Mutter.
  3. Schmierstoffmenge bei Öl (Richtwerte): Die folgende Tabelle zeigt die empfohlenen Ölmengen in Abhängigkeit vom Spindeldurchmesser. Das Nachschmierintervall beträgt ca. 3 Minuten bei laufendem Betrieb.
Schmierung von Hochpräzisions-KGTs - Tabelle

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